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Freitag, der 11. September 2026
Teil 2: Das Morgan-Netz im 21. Jahrhundert von Wolfgang Effenberger Die Londoner Peabody-Bank war ein früher institutioneller Transmissionsriemen zwischen dem City-Kapital und dem rasch industrialisierten US-Finanzmarkt. Aus dieser transatlantischen Infrastruktur erwuchs später das Haus Morgan als einer der wichtigsten Machtkomplexe der Wall Street. George Peabody wurde am 18. Februar 1795 in South Danvers, eine Stadt im Essex County im Nordosten des US-Bundesstaats Massachusetts, rund 27 km nordöstlich von Boston, geboren. Am 30. April 1868 wurde die Stadt ihm zu Ehren in „Peabody“ umbenannt. Vor 1838 verdiente Peabody sein Geld im Groß- und Importhandel; ab 1837 begann er von London aus zusätzlich, US-Staats- und Infrastruktur-Anleihen an europäische Investoren zu vermitteln. Ab 1838 nahm Peabody seine Londoner Banktätigkeit auf.

Freitag, der 11. September 2026
Teil 1: Vom Fugger-Kapital zur Finanzwelt des Atlantiks von Wolfgang Effenberger Die City of London  ist die kleine historische Kernstadt Londons, eine seit der Römerzeit bestehende Handelsstadt mit eigener kommunaler Verfassung; ihre Umwandlung zum führenden Finanzzentrum verdankt sich vor allem durch die Krise der oberdeutschen Handelshäuser Fugger und Welser im 16. und 17. Jahrhundert, die Verlagerung der europäischen Handels- und Machtachsen zum Atlantik und den Aufbau des englischen Fiskal- und Kriegsstaates entscheidend beschleunigt, wobei der Dreißigjährige Krieg als Beschleuniger wirkte. Sie ist nicht gleichzusetzen mit „London“ insgesamt. Aus der mittelalterlichen Bürgergemeinde ging die heutige City of London Corporation hervor. Schon im 12. und frühen 13. Jahrhundert erhielten die Bürger Rechte auf Selbstverwaltung und Bürgermeisterwahl.

Donnerstag, der 10. September 2026
Beitrag von Rainer Rupp In einer Reihe von Interviews und Diskussionen auf YouTube liegt die Ursache der gegenwärtigen Krise laut Professor Sachs im historischen Machtverlust des Kollektiven Westens. Aber im Aufstieg Chinas oder Russlands sieht Sachs nicht die Gefahr für einen neuen Weltkrieg, sondern in der Reaktion des Westens. Die Vereinigten Staaten und ihre engsten Verbündeten – Großbritannien, die Europäische Union, Japan und Australien – hätten über rund zwei Jahrhunderte die Welt maßgeblich bestimmt und ausgebeutet. Diese Ära gehe nun zu Ende. Nicht weil der Westen verschwindet oder wirtschaftlich bedeutungslos geworden wäre, sondern weil er seine frühere Fähigkeit verloren hat, die internationale Ordnung allein zu seinen eigenen Gunsten zu bestimmen. Sachs spricht deshalb von einer "doppelten Krise": einer Krise der USA und einer Krise des Westens. Besonders problematisch sei, dass die amerikanische Außenpolitik noch immer von der Vorstellung geprägt wird, dass die Vereinigten Staaten ihre Vorherrschaft über den Globus verteidigen müssten und dies auch noch könnten.

Donnerstag, der 10. September 2026
Zugespitzte Kriegstreiberei und erneute Friedenssuche Ein Kommentar von Tilo Gräser. Russische Vertreter kritisieren deutlich die westliche Eskalation. Unterdessen besuchten die US-Unterhändler Witkoff und Kushner erneut Moskau und zum ersten Mal Kiew. [...] „Sie wollen wieder Krieg.“ So kommentierte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Sonntag (06.09.2026) die neuen Anschuldigungen aus Berlin und Brüssel sowie deren Maßnahmen gegen Moskau. Im Zusammenhang mit dem Drohnenvorfall von Leipzig Anfang August hatte die deutsche Bundesregierung den deutsch-russischen Vertrag für das „Russische Haus“ in Berlin gekündigt. Außerdem soll das letzte russische Generalkonsulat in Bonn geschlossen werden. Zudem sollen neue Sanktionen beschlossen und russische „Schattentanker“ aufgebracht werden – neben weiteren Milliarden und Waffen an Kiew. Inzwischen hat Moskau reagiert und angekündigt, dass die deutschen Goethe-Institute in Russland geschlossen werden müssen.

Donnerstag, der 10. September 2026
Beitrag von Kit Klarenberg Unter dem Deckmantel akademischer Einrichtungen hat die deutsche Regierung zwischen 2017 und 2021 heimlich Millionen in ein höchst diskriminierendes Projekt fließen lassen, das den Ausbau zionistischer Siedlungen im besetzten Westjordanland begünstigt. Unter ihrer Schirmherrschaft wurden öffentliche Gelder und wissenschaftliche Erkenntnisse für ein von Grund auf rechtswidriges und unmoralisches Unterfangen eingesetzt, was einen eklatanten Verstoß gegen Berlins völkerrechtliche Verpflichtungen sowie gegen innerstaatliche Beschränkungen für akademische Forschungsvorhaben darstellt. Dieser bisher unbekannte Skandal ist nur ein Aspekt davon, wie Deutschland offen und heimlich die Ausweitung zionistischer Siedlungen und die vollständige Auslöschung Palästinas unterstützt.

Donnerstag, der 10. September 2026
Beitrag von Bernhard Loyen "Deutschland wagt sich raus aus der Deckung", so die Wahrnehmung der Spiegel-Redaktion im Rahmen eines Artikels von elf Redakteuren zum Titelthema "Russlands Angriffe und Deutschlands Antwort – das Ende der Zurückhaltung", veröffentlicht kurz nach Mitternacht. Am frühen Donnerstagmorgen verweisen dann diverse Mainstreammedien auf den Spiegel-Artikel, um den jeweiligen Lesern zu berichten, dass der Bundesnachrichtendienst (BND) "Kiew bald Zieldaten für Angriffe gegen Russland liefern könnte", so n-tv. Das Kanzleramt erwäge laut dem Tagesspiegel die politische Absegnung, dass der BND der Ukraine "Targeting-Daten für Angriffe gegen Russland" offerieren darf. Die koordinierte medienpolitische Konfrontationsstrategie in Deutschland hat in dieser Woche eine beeindruckende, je nach Blickwinkel auch mehr als bedenkliche Dynamik erfahren.

Mittwoch, der 9. September 2026
Beitrag von Felicitas Rabe Die Mitglieder der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost engagieren sich für gleiche Rechte der Menschen in Israel und Palästina und das Ende des Genozids an den Palästinensern. 2003 wurde die Vereinigung als deutsche Sektion des internationalen Dachverbands European Jews for a Just Peace in Berlin ins Leben gerufen. 2007 wurde sie als Verein eingetragen. Sie fordert den Rückzug des israelischen Militärs aus den besetzten Gebieten, die Abschaffung des Apartheid-Systems und das Rückkehrrecht der palästinensischen Flüchtlinge. [...] Von der Bundesregierung fordert die Jüdische Stimme, "dass sie ihren ökonomischen und politischen Einfluss für Gerechtigkeit und Frieden in Westasien einsetzt und damit zum Wohle aller dort lebenden Menschen beiträgt." Den deutschen Behörden ist der Verein ein Dorn im Auge.

Mittwoch, der 9. September 2026
Beitrag von Dagmar Henn Man kann ja von Glück sagen, dass das erste Bekennerschreiben von Daniel V. auftauchte, als es erst um zwei versuchte Anschläge auf Umspannwerke ging. Inzwischen geht die Zahl der mutmaßlich von ihm gebastelten Sprengsätze in die Dutzende, über mehrere Bundesländer verteilt und stets in der Nähe von Braunkohlekraftwerken. Mittlerweile wäre die Versuchung wohl zu groß, auch daraus "russische Sabotage" zu machen. Mit einem Schreiben, in dem auf die Erzählung des "menschengemachten Klimawandels" Bezug genommen wird, wird das schwierig. Schließlich wurde die Grundlage für derartige Taten tagtäglich in den Leitmedien gelegt, die sich keine Gelegenheit entgehen ließen, Sommertage zu Katastrophen zu erklären und von Tausenden Hitzetoten zu schwadronieren.

Mittwoch, der 9. September 2026
Viel Datenmacht, aber kein Wendepunkt auf dem Schlachtfeld Beitrag von Rainer Rupp Kaum ein Thema der modernen Kriegsführung wird derzeit so stark mit dem Versprechen technologischer Überlegenheit verbunden wie der Einsatz von künstlicher Intelligenz, Datenanalyse und autonomen Drohnensystemen. Besonders Palantir und die ukrainische Plattform Brave1 Dataroom stehen dabei im Mittelpunkt, auch der deutsch-ukrainischen militärischen Rüstungszusammenarbeit. In Teilen der unkritischen, technik-hörigen westlichen Berichterstattung entsteht der Eindruck, moderne Software könne den Charakter des Krieges grundlegend verändern und der Ukraine einen entscheidenden militärischen Vorteil verschaffen. Eine nüchterne Betrachtung der verfügbaren Informationen zeichnet jedoch ein deutlich differenzierteres Bild.

Mittwoch, der 9. September 2026
Ein Artikel von Werner Rügemer Liebe Freunde [...] Ich bringe Euch Grüße aus Köln, aus der Stadt, aus der ich komme: Da steht der große christliche Kölner Dom, weltberühmt. Aber die vorletzten Gläubigen treten aus der Kirche aus, zahlen keine Kirchensteuer mehr – wie sich auch in ganz Deutschland die Kirchen leeren. Deshalb kostet jetzt der Eintritt in den Dom zwölf Euro, weil der Dom sich nur noch als Touristen-Attraktion lohnt. Aber die Kirchenbeamten und der im Generalsrang bezahlte Erzbischof von Köln, zum Beispiel, der zum sexuellen Missbrauch gelogen hat, müssen doch trotzdem weiter bezahlt werden. Schließlich muss auch die Hetze gegen Russland und die Aufrüstung und der damit verbundene Abbau des Sozialstaats abgesegnet werden. Und auch die Senkung der Löhne und Renten muss abgesegnet werden – politisch durchgeführt von der christlichen Partei des Bundeskanzlers, der auch die Mitglieder und Wähler weglaufen. Merz hat gerade noch 13 Prozent Wählerzustimmung.


© 2026 Карстен Петрович Рихтер (Судья)
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